:: Christliche Werte

Christliche Werte

 

Es nervt mich immer, wenn sich z.B. Politiker kernig auf „christliche Werte“ und „unsere christliche Tradition“ berufen und sich dabei wahnsinnig gut vorkommen. Dabei erweisen sie sich doch als reichlich naiv, unbedarft, ignorant oder ganz einfach bewusst populistisch.

 

Humanistische Werte wie Menschenwürde, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit, Toleranz, Demokratie, und Rechtsstaat lassen sich keineswegs auf die grundlegenden Schriften des Christentums im neuen Testament zurückführen. Sie sind im Gegenteil Errungenschaften der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert. Da schmückt sich das Christentum mit fremden Federn!

 

Humanistische Werte mögen wohl von Jesus vorgelebt worden sein, fanden dann aber bei Paulus vorerst keinen Eingang ins Christentum. Jesus verstand sich nicht als der Begründer einen neuen Religion, sondern als Erneuerer des Judentums (Matthäus 10, 5 u.f.: Diese zwölf sandte Jesus aus, und befahl ihnen: Geht nicht zu den Heiden und Samaritern, sondern geht zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel). Der Begründer des Christentums, eben Paulus, war im Gegenteil sehr intolerant und militant, z.B. gegen Juden und Judenchristen (siehe Paulsbriefe). Keine andere Religion hat in den folgenden fast zwei Jahrtausenden so viele Religionskriege geführt wie die christliche und so viele Andersgläubige brutal vernichtet. Der Humanismus konnte sich erst ab dem 18. Jahrhundert ("Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit") langsam durchsetzen, doch wurden die Aufklärer von den christlichen Kirchen noch lange verfolgt und ihre Ideen bekämpft, weil die Kirche zu Recht fürchtete, ihre Macht über die abergläubischen Menschen zu verlieren, wenn jeder frei, gleich und aufgeklärt ist, also der Kirche nicht mehr jeden Blödsinn glaubt.

 

Humanistische Werte, die heute als christlich gelten mussten in blutig niedergeschlagenen Aufständen, Revolutionen und Kriegen gegen die christlichen Kirchen und die mit ihnen paktierenden Herrscher durchgesetzt werden.

 

 

Als fundamentaler christlicher Wert wird oft die „Nächstenliebe“ genannt. Gerne wird dabei die Bibel zitiert: Matthäus 19, 19 (Jesus sagt): „Ehre deine Eltern, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ In der Bibel steht aber auch klar, wer mit dem liebenswerten „Nächsten“ gemeint ist, nämlich nur, wer auch an Gott und Jesus Christus glaubt. Folgende Bibelzitate sollen dies belegen:

 

<Gal 6,10: ...Lasst uns Gutes tun an jedermann, bevorzugt aber unsere Glaubensgenossen.

 

<2Kor 6,14: Arbeitet nicht mit Ungläubigen zusammen. Denn was hat die Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit zu tun? Was hat das Licht mit der Finsternis gemeinsam?

 

<2Kor 6,17: Meidet sie (die Ungläubigen) und sondert euch ab, spricht der HERR, und rührt nichts Unreines an. Dann will ich euch annehmen...

 

<2Thes 3,6: Wir befehlen euch, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr euch von jedem Bruder zurück zieht, der unordentlich lebt und nicht nach den Anweisungen, die er von uns erhalten hat.

 

<2Jo 1,10-11: Wenn jemand zu euch kommt und bringt diese Lehre nicht (wenn er nicht Christ ist), den nehmt nicht ins Haus und grüsst ihn auch nicht. Denn wer ihn grüsst, der macht sich teilhaftig an seinen bösen Werken.

 

<Offb 3,19: Ich strafe und züchtige diejenigen, die ich lieb habe. So sei nun fleissig und tue Busse!

 

<Mt 10,34-39 (Jesus sagt): Viele glauben, dass ich als Friedensbringer gekommen bin. Ich bringe aber nicht Frieden sondern das Schwert. Ich werde die Kinder gegen ihre Eltern aufwiegeln (und die Familien spalten), so dass die eigenen Hausgenossen zu Feinden werden. Wer seine Eltern oder seine Kinder mehr liebt als mich, kann nicht zu mir gehören. Wer nicht bereit ist, sein Kreuz auf sich zu nehmen und mir zu folgen, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben wegen mir verliert, der wird es finden.

 

<Mt 13,37-42 (Jesus sagt): Der Menschensohn (Jesus selbst) sät nur guten Samen. Dies sind die Gläubigen. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit (Ungläubige), deren Samen der Teufel gesät hat. Die Ernte ist das Ende der Welt, und die Schnitter sind die Engel. So wie man das Unkraut jätet und verbrennt, so wird es auch am Ende der Welt geschehen: Der Menschensohn (Jesus selber) wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle sammeln, die Unrecht tun, und werden sie in den Verbrennungsofen werfen, da wird Heulen und Zähneklappern sein.

 

<Mt 13,47-50 (Jesus sagt): Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Fischernetz, womit man man allerlei Fische fängt. Wenn es voll ist, ziehen sie es an das Ufer und sortieren den Fang. Die guten Fische landen in Körben, und die schlechten werfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt geschehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten (die die Vorschriften Gottes befolgt haben), trennen und in den Feuerofenofen werfen. Da wird Heulen und Zähneklappern sein.

 

<Mt 15,22-24: Da kam eine fremde Frau rief: Herr, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird vom Teufel geplagt. Aber Jesus antwortete nicht. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass sie doch ...., denn sie schreit uns nach. Er wollte aber nicht und sprach: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel gesandt (ich bin nur für die Juden gekommen).

 

<Mt 18,6 (Jesus spricht): Wer einen einfachen Gläubigen ärgert, sollte mit einem Mühlstein am Hals im tiefsten Meer ersäuft werden.

 

<Mt 18,15-17: Wenn dein Bruder an dir sündigt, so gehe hin und regle das mit ihm. .... Will er nicht auf dich hören, so nimm noch einen oder zwei andere als Zeugen. Wenn er auch auf sie nicht hört, dann bring ihn vor die Gemeinde. Hört er die Gemeinde nicht, so halte ihn als einen Zöllner oder Heiden.

 

<Mt 25,31-33: Wenn der Menschensohn (Jesus) in seiner Pracht mit all seinen Engeln wieder kommt, werden die Menschen vor seinem Thron zusammen getrieben, und er wird sie in zwei Gruppen teilen. Wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. (Diejenigen auf der rechten Seite, die zu ihm gestanden sind, werden ins Reich Gottes kommen Mt 25,34-40.)

 

<Mt 25,41: Dann wird er zu denen auf der linken Seite (die ihn nicht angenommen haben, die Ungläubigen) sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!

 

<Mk 3,11-12:( Jesus bat seine Jünger, ihm ein Boot beschaffen, auf das er sich vor der drängenden Menge zurückziehen konnte. Alle Kranken wollten nämlich ihn, den Wunderheiler, berühren. Auch von Dämonen Besessene warfen sich) vor ihm nieder, schrieen und sprachen: Du bist Gottes Sohn! Doch er bedrohte sie hart, damit sie ihn nicht offenbar machten (Er wollte nichts mit ihnen zu tun haben).

 

<Mk 9,42 (Jesus sagt): Und wer einen der Kleinen ärgert, die an mich glauben, dem wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde.

 

<Mk 9,43: Wenn dich aber deine Hand ärgert, so hau sie ab! Es ist dir besser, als Krüppel zu leben als mit zwei Händen in die Hölle, das ewige Feuer, zu fahren. )Siehe auch Mk 9,45 und 47.)

 

<Mk 16,16-17 (Jesus sagt): Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden (gerettet werden, ins Himmelreich kommen). Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

 

<Lk 6,32-33: (Es ist undankbar, diejenigen zu lieben, die euch lieben, denn auch Sünder werden von den Ihren geliebt. Ihr habt auch nichts davon, wenn ihr euren Wohltätern ebenfalls Wohltaten erweist).

 

<Lk 14,26 (Jesus spricht): Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

 

<Lk 19,27 (Jesus sagt in einem Gleichnis): Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrsche, bringt her und erwürgt sie vor mir!

 

<Joh 15,6 (Jesus sagt): Wer nicht in mir bleibt (wer mich ablehnt), der wird weggeworfen wie eine verdorrte Rebe. Man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, sie muss verbrennen.